Lebensart Chambord, ein prestigeträchtiges französisches Renaissance-Schloss
2016-07-20 00:34:33 TV5MONDE Asie Pacifique


 

DAS PROJEKT VON FRANÇOIS DEM ERSTEN UND DIE GESCHICHTE DES SCHLOSSES

Der französische König François der Erste beschließt den Bau des Schlosses Chambord im Jahre 1519 auf sumpfigem Boden, am Ufer des Flusses Cosson und in Mitten eines sehr wildreichen Waldes, um daraus „ein großes, schönes und prächtiges Gebäude“ zu machen. Ein Gebäude, das ihm erlauben würde, seiner Leidenschaft für die Jagd zu fröhnen.

Aufgrund des 6. Italien-Krieges, beendet durch die Niederlage von Pavie, müssen die Arbeiten zwischen 1522 und 1526 unterbrochen werden. Mit der Rückkehr von François dem Ersten, werden diese wieder aufgenommen ohne Unterbrechung für 20 Jahre, bis zu seinem Tod im Jahre 1547.
1539 wird Kaiser Karl der Fünfte vom König in einem Gebäude empfangen, das noch nicht mehr ist als ein im Bau befindlicher Bergfried (=Hauptturm einer mittelalterlichen Burganlage). Diesem ersten Gebäude noch hinzuzufügen sind: der Seitenflügel (mit den Räumlichkeiten für den König) im Osten und der Seitenflügel mit der Kapelle im Westen, diese werden unter der Herrschaft seines Sohnes Henri II und dem Enkel Charle IX fortgesetzt.  Das Gesamt-Ensemble, wie wir es heute zu sehen bekommen, wird 1685 durch den König Luis XIV fertiggestellt.

 

EINZIGARTIGE ARCHITEKTUR

Das Schloß wird nach dem Modell mittelalterlicher Ritterburgen mit einem quadratischen Zentralgebäude, dem Wohn- oder Haupturm, gebaut, ausgestattet mit vier Türmen an jeder seiner Ecken. Im Inneren des Wohnturmes findet man 5 bewohnbare Ebenen, die alle nach demselben Modell gebaut wurden: je Etage 4 quadratische Wohnräume und 4 runde Wohnungen in den anliegenden Türmen.
Die Doppeltreppe befindet sich im Zentrum des Gebäudes und gewährt Zutritt zur ersten Etage (Etage mit historischen Wohnräumen), zur zweiten Etage (dem Thema Jagd und tierische Artefakte gewidmet) und zur großen Terrasse, bevor man den Laternen-Turm mit der Lilie – der fleur de lys, Symbol der französischen Monarchie erreicht.



 

DIE TREPPE MIT DOPPELTEM UMLAUF
 
Dies ist eine architektonische Besonderheit, die zum Ruf des Schlosses Chambord beigetragen hat. Das Prinzip ist zugleich einfach wie auch erstaunlich: zwei Treppen, die sich in die gleiche Richtung drehen, sich aber nie überkreuzen. Somit kann man hinauf- oder hinuntergehen, ohne den Menschen zu begegnen, die die andere Treppe benützen.
Man könnte meinen, dass Leonardo da Vinci der Ingenieur und Architekt dieser Doppel-Treppe sei.
Tatsächlich hatten François der Erste und der italienische Künstler eine sehr starke Beziehung zu einander. Sie hatten sich in Bologna, Italien, getroffen, bevor François der Erste Leonardo da Vinci einlud, ihn in Val-de-Loire zu besuchen, genauer gesagt auf den Landsitz von Clos Lucé à Amboise, wo der Künstler 1519 stirbt.

 

DAS STAATLICHE LANDGUT VON CHAMBORD

Das staatliche Landgut von Chambord ist ein in Frankreich einzigartiges Ensemble von Architektur und Natur, das seit 1981 zum Kulturgütererbe der UNESCO zählt. Es ist außerdem ein nationales Wildtier- und Jagd-Reservat, das zahlreiche für die Fauna der Sologne repräsentative Tierarten beherbergt. Darunter Wildschweine und Hirsche und dies seit 1947.
Ungefähr 800 Hektar sind das ganze Jahr über für die Öffentlichkeit zur Nutzung der markierten Wanderwegen oder der angelegten Radwege zugänglich.
EINIGE ZAHLEN
Die Ländereien bilden den größten geschlossenen Forstpark Europas mit:
* einer 32 km langen Mauer, welche 5440 Hektar Fläche umschließen (dies entspricht der Fläche von Paris) mit 6 Toren
* 200 Hektar landwirtschaftlicher Fläche
* einem Dorf, das sich über 15 Hektar ausbreitet
* 160 Hektar Grünland mit Wildbeständen
* eins von zwei europäischen Fischadler-Reservaten (geschützte Art)
 
 

DIE AUßERGEWÖHNLICHE LANDSCHAFT VON CHAMBORD

Chambord bietet seinen zukünftigen Besuchern an, hier für ein Wochenende oder eine Woche wenige Meter von den Pforten des Schlosses oder der Ländereien im Herzen eines außergewöhnlichen UNESCO Kulturgütererbes zu verbringen. Um zu den Unterkünften zu gelangen, klicken Sie hier.

All diese Informationen stammen von der Internetseite der Domaine National de Chambord.
Domaine National de Chambord
41000 Chambord
Tél : 02 54 50 40 00
Email info@chambord.org
Web : http://www.chambord.org

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