Film Juliette Binoche, eine außerordentliche Schauspielerin
2019-01-02 22:22:45 TV5MONDE Europe

Ausgezeichnet bei dem Festival von Cannes, bei der Berlinale und beim Festival von Venedig ist Juliette Binoche die einzige französische Schauspielerin, die bei den weltweit drei größten Filmfestivals preisgekrönt wurde. Sie wird 2019 Präsidentin der internationalen Jury der Berlinale. Porträt einer außergewöhnlichen Actrice...

 



Juliette Binoche ist 1964 geboren und kommt aus einer Schauspielerfamilie. Sie hat sich stets für die Malerei und die Theaterkunst interessiert. Ab dem Alter von 17 Jahren nimmt sie Schauspielunterricht im Conservatoire du Xème arrondissement in Paris sowie auch im 2. und 5. Pariser Bezirk. Inspiriert von Vera Gregh studiert sie nach dem Abitur die Schauspielei bei dem Conservatoire national supérieur d'art dramatique.

Mit 19 Jahren spielt sie zum ersten Mal in einem Film. Dadurch zog sie die Aufmerksamkeit auf sich und es gelingt ihr, kleine Rollen in Filmen von Jean-luc Godard, Doillon und Téchiné zu ergattern.

Juliette Binoche wurde zum ersten Mal 1986 mit dem Romy Schneider-Preis als Beste Newcomerin des frankophonen Films ausgezeichnet.

Zwei Jahre später beginnt sie eine internationale Karriere in den Vereinigten Staaten neben Daniel-Day Lewis in dem Film L'Insoutenable légèreté de l'être von Philip Kaufman.

1993 war ein wichtiges Jahr für Juliette Binoche. Nachdem sie eine Rolle in Jurassic Parc von Steven Spielberg abgelehnt hatte, um sich auf den Film Trois couleurs : bleu zu konzentrieren, gewann sie ihren ersten César-Preis sowie den Prix d'interprétation in Venedig. Einige Jahre später wurde sie mit dem Silbernen Bären bei der Berlinale für ihre Rolle in Der Engliche Patient ausgezeichnet. Neben Julianne Moore ist sie die erste Schauspielerin, die bei den weltweit drei größten Filmfestivals preisgekrönt wurde. Bisher haben es nur zwei Schauspielerinnen und zwei Schauspieler geschafft.

Von Dramen über Komödien bis hin zu Blockbuster und Autorenfilmen fühlt sich Juliette Binoche in allen Rollen wohl. Ihre Fähigkeit, sich in verschiedenste Rollen zu schlüpfen, führte sie zum großen Erfolg: im selben Jahr - 2001 - wurde sie für drei ihrer Rollen nominiert. Bei den BAFTA Awards, bei den Golden Globes und bei den Oscars für Le Chocolat von Lasse Hallström, bei den Césars für La veuve de Saint-Pierre von Patrice Leconte und bei den Tony Awards für das Theaterstück Trahison.

Juliette Binoche ist auch die einzige französische Schauspielerin, die in drei Kategorien der Golden globes nominiert wurde. Sie wurde auch bei zwei Kategorien der Oscars nominiert und wurde ausgezeichnet. Sie sagte später, sie glaubt, sie verdankt die Auszeichnung einem Unfall. Allerdings hat sich Juliette bei den Dreharbeiten von Der Englischer Patient geschnitten und fing an, zu bluten un zu weinen. "Ich denke, ich habe den Oscar deswegen gewonnen. Wegen einem ganz blöden Unfall beim Dreh" erzählte sie 2017. Bis heute gewannen nur drei französischen Schauspielerinnen diesen bemerkenswerten Preis: Simone Signoret, Marion Cotillard und Juliette Binoche.

Juliette Binoche spielt 2019 gemeinsam mit Catherine Deneuve in La vérité vom japanischen Regisseur Kore-Eda. Sie wird außerdem Präsidentin der Internationalen Jury der Berlinale 2019, die vom 7. bis 17. Februar stattfindet. 

 


 

Top 10 der Filme mit Juliette Binoche

Trois couleurs : Bleu - von Krzysztof Kieślowski mit Juliette Binoche, Julie Delpy et Zbigniew Zamachowski - 1993

Fatale - von Louis Malle mit Jeremy Irons, Juliette Binoche und Miranda Richardson - 1992

Le patient anglais - d'Anthony Minghella mit Ralph FiennesJuliette Binoche und Willem Dafoe - 1996

Sils Maria - von Olivier Assayas mit Juliette Binoche, Kristen Stewart und Chloë Grace Moretz - 2014

Les amants du Pont Neuf - von Leos Carax mit Juliette BinocheDenis Lavant und Klaus Michael Gruber - 1991

Le chocolat - von Lasse Hallström mit Juliette Binoche, Johnny Depp und Victoire Thivisol - 2000

Mauvais sang - von Leos Carax mit Denis LavantJuliette Binoche und Michel Piccoli - 1986

Le Hussard sur le toit - von Jean-Paul Rappeneau mit Juliette BinocheOlivier Martinez und François Cluzet - 1995

L'insoutenable légèreté de l'être - von Philip Kaufman mit Daniel Day-LewisJuliette Binoche und Lena Olin - 1988

La veuve de Saint-Pierre - von Patrice Leconte mit Juliette BinocheDaniel Auteuil und Emir Kusturica - 2000

 

Preise

2018 - Nominiert bei den Césars für Un Beau Soleil Intérieur
Nominiert bei den Lumières de la presse étrangère für Un Beau Soleil Intérieur

2017 - Nominiert bei den European film awards für Un Beau Soleil Intérieur

2015 - Nominiert bei den Césars für Sils Maria
Nominiert bei den Lumières de la presse étrangère für Sils Maria

2014 - Nominiert bei den Lumières de la presse étrangère für Camille Claudel, 1915

2013 - Nominiert bei dem Festival international de Marrakech

2011 - Nominiert bei den Brutus du cinéma für Copie conforme
Nominiert bei den Lumières de la presse étrangère für Copie conforme

2010 - Preis für die beste Hauptdarstellerin bei dem Festival de Cannes für Copie conforme

2003 - Nominiert bei den Césars für Décalage horaire

2001 - Nominiert bei den BAFTA awards in Le Chocolat
Nominiert bei den Césars für La Veuve de Saint-Pierre
Nominiert bei den Golden Globes für Le Chocolat
Nominiert bei den Oscars für  Le Chocolat

1997 - Preis für die beste Nebendarstellerin bei den BAFTA awards für Le Patient anglais
Silbernes Bär für die beste Hauptdarstellerin bei der Berlinale für Le Patient anglais
Nominiert bei den Golden Globes für Le Patient anglais
Oscar-Preis für die beste Nebendarstellerin in Le Patient anglais

1996 - Nominiert bei den Césars für Le Hussard sur le toit

1994 - César-Preis für die Beste Hauptdarstellerin für Trois couleurs - Bleu

1994 - Nominiert bei den Golden Globes für Trois couleurs - Bleu

1993 - Nominiert bei den Césars für Fatale
Preis Coupe Volpi als beste Hauptdarstellerin bei der Mostra in Venedig  für Trois couleurs - Bleu

1992 - Nominiert bei den Césars für Les Amants du Pont-Neuf

1987 - Nominiert bei den Césars für Mauvais sang

1986 - Nominiert bei den Césars für Rendez-vous
Romy Schneider-Preis

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